Satsang von Biji Surinder Kaur, Juli 1996, St.Gilgen (übersetzt aus Punjabi)
“Du solltest nicht den physischen Körper aus
Materie lieben, sondern die ewig existierende Seele,
die in der Farbe des Meisters gefärbt ist
und für immer bei dir sein wird.”
— Harbhajan Singh

Bhaji verließ seinen physischen Körper nicht als Gefangener, sondern gemäß dem Willen des Meisters. Sein Leben gehörte der Mission und der ganzen Welt. Er ließ Meisters Mission in der Welt erblühen und ging dann nach Innen. Dies zeigt die Kompetenz eines wahren Gurmukh und seines Meisters. Auf der Ebene, die er erreichte, ist alles eine Geschichte der Liebe zwischen dem Meister und seinem Gurmukh.
Bhaji sorgte sich stets um die Gesundheit des Meisters, und der Meister sagte zu ihm:
“Du bist Gottes Arzt.”
Alle wussten, wie eng Bhaji mit dem Meister verbunden war. Ihm übergab der Meister seine Anweisungen für die Mission und für Kirpal Sagar, die er sein Leben lang erfüllte.
Bhaji war bis zum letzten Augenblick bei seinem Meister, und auch nach Meisters Weggang regelte er alles und kümmerte sich um dessen sterblichen Hülle. Die Tatsache, dass Bhaji diese Aufgabe vom Meister übertragen wurde, zeigt, dass er eins mit Ihm war. Doch wo waren all jene, die sich nun als seine Nachfolger bezeichnen? Keiner von ihnen war beim Meister, als er seinen physischen Körper verließ. Es liegt an ihnen, zu beurteilen, wo sie stehen.
Die Lehre des Meisters, strahlend wie die Sonne, wurde von diesen selbsternannten “Nachfolgern” zu einem bloßen Kerzenlicht verdunkelt. Der Meister ist niemals auf weltliche Ehren angewiesen, wohingegen die selbsternannten “Nachfolger” sehr darauf bedacht sind. Nach dem physischen Weggang des Meisters waren alle bestechlich und veränderten die Lehre entsprechend ihren eigenen Motiven.
Bhajis Wunsch jedoch war,
“Nicht eine einzige Zeile sollte jemals geändert werden,
sowie alle Richtlinien sollte ganz genau befolgt,
und die Theorie ernsthaft in die Praxis umgesetzt werden.”
Er wünschte, dass die Lehre in der ganzen Welt verbreitet würde, und betonte, dass die höchste Macht weiterhin auf dieselbe Weise wirken wird wie zuvor. Mit der Einheit der Menschheit wird die Lehre immer genau mit der Wahrheit übereinstimmen und so die Menschen von selbst anziehen, denn sie werden sehen, wie alles praktisch umgesetzt wird. Bevor Bhaji seinen Körper verließ, versicherte er, dass die Lehre durch die Einheit der Menschheit stets frisch und klar sein werde. Spirituelle Kräfte wie Bhaji — der wahre Gurmukh des Meisters — sind immer bei uns und helfen uns.
It had been Bhaji’s one and only wish unto Master that . . .
Möge Seine Mission auf der ganzen Welt erblühen.
Der Meister war sehr erfreut darüber. Er sagte, bisher habe ihn noch niemand darum gebeten. Bhaji bat den Meister, als Schüler (Gurmukh) wirken zu dürfen. Der Meister willigte ein und fügte hinzu:
“Du bist mein geborgter Diener, doch du wirst nicht weniger sein als ein Heiliger.”
Bhaji widmete sein ganzes Leben der Mission und ließ sie überall erblühen. Wenn eine solche Aufgabe in der Welt wie der Bau des Sarovar mit den Symbolen der Religionen erfüllt werden soll, muss derjenige, der den Grundstein gelegt hat, ins Innere gehen, damit sie vollendet werden kann. Das ist ein Gesetz. Dies bedeutet, dass die Nahrung für die Seelen — all die Gnade, die durch Kirpal Sagar erlangt werden kann — im Inneren zubereitet wird. Alle anderen Arbeiten außerhalb von Bhaji waren entweder abgeschlossen oder hatten ihre Grundlage geschaffen und den Weg zu ihrer Ausführung festgelegt.
Der Meister hat einen solchen Gurmukh entwickelt, dass Meisters Name über viele Zeitalter hinweg hell erstrahlen wird. Nur einer unter Millionen kann einen solchen Gurmukh erreichen.
Es ist allein Seine Gnade.
Surinder Kaur
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Er ist der Meister, der sich mit Ihm verbindet,
Er ist der Meister, der zuerst grüßt.(1)
Er zerbricht den Topf des Zorns und der sinnlichen Begierden,
Vergibt Millionen von Sünden und segnet das Kind.
Er durchtrennt das Netz der Verhaftungen,
Durch Sein Wort (Naam) segnet Er das Kind.
In der Begegnung mit Ihm wird der Schmutz abgewaschen.
Ich opfere mich dem Satguru immer wieder,
Er segnet mich hier und im Jenseits.
Millionen von Geburten hat der Mensch vergeblich verspielt.
Die Dunkelheit ist vergangen und das Licht hat Er gegeben.
Die Sonne geht auf und die Sterne funkeln im Inneren.
Er durchtrennt die Fangarme des Gemüts.
Der Schüler wurde zum Sprachrohr des Meisters
und erteilte seinen Segen.
Gott selbst hatte Mitleid mit mir.
Er brachte mich mit dem gnadenvollen Meister in Kontakt,
dem Geber des Glücks.
— Harbhajan Singh
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Footnotes:
(1) Aus Demut grüßt zuerst der Meister den Schüler (mit Hilfe seiner Aufmerksamkeit).

