Auszüge aus einem Satsang von Biji Surinder Kaur vom 18. November 1998, Kirpal Sagar
(Gedruckt in “Worte von Sant Kirpal Singh” Ausgabe 1999-1)
Werdet zum Freund des wahren Einen, der Meisterkraft,
des Gurmukhs, in dem Meister Seine Form offenbarte.
Der Gurmukh hilft euch, den Schmutz wegzuwaschen und euch darüber zu erheben.
— Biji Surinder Kaur

Wer war diese hohe Kraft, Sant Kirpal Singh? Wo könnt ihr Ihn erlangen?
Er verbarg sich im menschlichen Pol, und wir hielten Ihn einfach für einen Menschen. Aber die Gotteskraft erstrahlte aus Ihm. Um etwas über Ihn zu wissen, muß man sich über den Körper erheben. Seine Augen waren Fenster von Dhur Dhan (dem allerhöchsten Ort), und mit diesen Augen blickte Er von innen auf Seine Seelen. Das Licht Seines Herrn erstrahlte in Ihm, und Er war ein Beispiel in dieser Welt.
Er bringt uns über den Körper und gibt diesen Augen Berauschung. Ohne weltliche Nahrung war Er immer gesättigt. Durch den Blick Seiner Augen machte Er uns berauscht. Woher kam die Farbe, die Er uns gab?
Er war eins mit dem Allmächtigen und gab uns in Seine Hand. Das, was Er in sich hatte, gab Er Seinen Kindern weiter. Er wollte nicht, daß Seine Kinder nur wie gewöhnliche Seelen sind, Er wollte sie zu Heiligen machen. Unsere äußeren Augen haben die Möglichkeit, Ihn zu sehen verspielt. Er war kein gewöhnlicher Mensch, Er kam von der wahren Heimat. Der irdische Mensch ist in diesem Körper gefangen, doch die Allmächtige Kraft ist davon völlig frei. Diese Kraft wirkt auf allen Ebenen, und sie wirkt nicht durch den Intellekt.
Er reist bis in die höchsten Ebenen, und wem Er sie geben möchte, dem gibt Er Seine Kraft, um (die Seele) mit sich selbst zu vereinen. Er machte uns gewöhnliche Seelen zu wirklichen Schülern und entwickelt uns weiter, um die Seele bis in die höchste Ebene zu bringen.
Er ist eins mit dem Allmächtigen, es gab keinen Unterschied zwischen ihnen. Er erhielt die Aufgabe, als Heiliger zu wirken und die Menschen zu entwickeln. Er war der Herr der Wahrheit und gab die Wahrheit weiter; ein solcher Satguru war Er. Er wurde zur Quelle der Liebe, und in Form von Shabd nahm Er in uns Wohnung. Er schenkt Frieden. Er lebt in uns und führt so die Arbeit aus. Er erweckt uns und gibt uns Sein Licht. Wo hat Er Seine Lampe entzündet? Wo Sein Sangat ist.
Bhaji (Dr Harbhajan Singh) nahm Meisters Anweisungen entgegen und lebte dann für einige Zeit mit uns. Der Mensch braucht einen Menschen als Lehrer, das ist ein Gesetz der Natur.
Und Er (der Meister oder der Gurmukh) kommt in die Welt, wenn die Menschen den Glauben an Gott verloren haben. Dann muß diese Kraft die menschliche Gestalt annehmen und in die Welt kommen. Er gibt uns dann die innere Verbindung und entwickelt damit die Seele, und wenn Er es möchte, kann Er durch Seine Kraft jemanden diese Kraft im Innern sehen lassen. Er ist bewußt, und mit Seinem höchsten Licht lebt die Seele eingefärbt in die Farbe, die Er ihr gab. Er hält sich an Seine Gebote und arbeitet dementsprechend. Er führt die Arbeit aus, und entsprechend Seiner Anweisung geht Er wieder zurück. Einen solchen Meister muß man auch an äußeren Merkmalen erkennen können, und man kann eine Lektion aus Seinem Leben lernen.
Er lehrt nur die Wahrheit (Gott),
Er lebt auf der Ebene der Wahrheit und verbreitet nur die Wahrheit.
Er war nicht der Körper, sondern über dem Körper.
Auch Seinen Schüler möchte Er über den Körper
und die Bindungen des Körpers bringen.
Um Seine Schönheit zu sehen, muß der Schüler dorthin gehen, wo (die innere) Sonne aufgeht. Wenn Er den Schüler (Seine Größe) schauen läßt, wird er eins mit Ihm. Er ist der Schöpfer, der diese Schöpfung hervorbrachte. Diese Lehre stand in Meisters privatem Tagebuch, das in einer inneren Sprache geschrieben ist. Bhaji übersetzte es.
Wenn der Schüler die Größe Seines Meisters gesehen hat, kann man ihm das ansehen; man kann sehen, daß er keine Verhaftungen mehr hat, alle Bindung an diese Welt ist dann aufgelöst. Dann geht er auf der Suche nach Meister nach innen und findet Wunderbare Dinge.
Im Innern kann man nicht mehr unterscheiden,
ob Gott der Meister ist oder der Meister Gott,
im Innern werden sie Eins.
Bhaji berichtete, daß Kabir Sahib zu Sant Kirpal Singh sagte:
“Wenn diese Kraft in die physische Welt kommt um hier zu wirken,
dann wird die Allmächtige Kraft eins mit Ihm (man kann keinen Unterschied sehen).”
Dann ist Er innen und außen gegenwärtig, Er sieht mit den äußeren und inneren Augen. Mit den äußeren Augen nimmt Er (außen) wahr, und mit den inneren Augen spricht Er im Innern. Er braucht dann nicht einmal in Meditation zu sitzen, Er ist mit einer solchen Seife reingewaschen, daß Er vierundzwanzig Stunden Seinen Meister sehen kann. Die Allmächtige Kraft schaut auf den Meister (der in der Welt wirkt), und dann gibt Sie Ihm spirituelles Wasser, das Wasser von Naam, so daß Er nicht nur immer frisch und blühend, sondern auch sehr stark ist.
Und wo lebt diese Kraft?
Im höchsten Himmel (der Heimat unseres Vaters). Er weilt auf einem Thron, wo kein physischer und kein innerer Ton zu hören ist, dort gibt es nur Ihn, den Allmächtigen. Der Meister ist mit dem Sangat zusammen und trifft jeden Tag Seinen Vater und berichtet Ihm die Geschichte unseres Herzens. Er zeichnet all unsere Taten auf, und dort sollte nichts enthalten sein, das bewirkt, daß wir von unserem Meister getrennt werden und weinen.
Man kann das nicht so einfach erlangen.
Wann werdet ihr es erhalten?
Nur wenn ihr ein Gurmukh werdet.
On 26 September (1995), after Bhaji had left, I was together with the Sangat and I prayed to Bhaji that I should not have any attachment except that of the Mission so that I may not get any problem. I prayed,
Am 26. September, nachdem Bhaji gegangen war, war ich mit dem Sangat zusammen und betete zu Bhaji, daß ich an nichts gebunden sein möchte außer an die Mission, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Ich betete:
“Die Bindung, die ich an dich (Bhaji) hatte,
soll jetzt auf den Sangat und die Mission übergehen.
Meine Überzeugung, der Zweck meines Lebens,
alles ist mit der Mission verbunden.
Etwas Drittes kenne ich nicht.”
Ich lebe nur mit diesen Kräften (mit Bhaji und Meister), aber mit dem Sangat verbindet mich Liebe. Ich möchte alles praktisch verwirklicht sehen. Wir sind schon sehr spät dran. Als Bhaji gefragt wurde, sagte Er: “Es ist nur ein Teil von Kirpal Sagar noch nicht fertiggestellt, macht euch keine Sorgen.” Ich möchte noch schneller arbeiten, um noch mehr Liebe von Ihm zu erhalten.
Wenn das Herz zweier Menschen eins ist, wird die Bitte des einen vom anderen gehört. Und so war es mit meinem Gebet. Als ich dieses Gebet an Ihn gerichtet hatte (erhörte Er diese Bitte im Innern), und der Sangat brachte mir sehr viel Liebe entgegen. Die Liebe, die ich immer von Meister erhalten hatte, erhielt ich nun vom Sangat, und ich sah, daß Meister im Haus des Sangat wohnt und durch ihn arbeitet. Die Arbeit, die wir jetzt ausführen und das Licht (die Gnade), das wir für Seine Mission erhalten, kommen direkt von Ihm. So wie wir in Seiner (physischen) Gegenwart gearbeitet haben, auf dieselbe Weise arbeiten wir jetzt weiter, und die Arbeit erblüht.
Er sieht, daß es keinen Unterschied in der Arbeit gibt, sie wurde in Seiner Gegenwart genauso ausgeführt wie jetzt, wo Er (physisch) nicht anwesend ist. Wenn der Schüler dem Beispiel des lebenden Meisters folgt, und dieser Schüler dann selbst zum Beispiel wird, bleibt, wenn dann der Meister zurückgeht, der vollkommene Schüler zurück. Es ist so, wie wenn jemand von einem Raum in den anderen geht, er bleibt der gleiche, und so wirkt auch dieselbe Kraft weiterhin im vollkommenen Schüler, und die Arbeit geht auf dieselbe Weise weiter.

