Von Biji Surinder Kaur
(Gedruckt in “Worte von Sant Kirpal Singh”, Ausgabe 96-2)
Alles, was der Schüler braucht, kann er allein dadurch erhalten, dass er sich vollkommen zu Meisters Füßen hingibt. Wenn der Schüler sich Meister hingibt, ist Meister glücklich. Er sieht:
“Mein Kind, das mit vielen Versprechen
in die Welt gesandt wurde und sich
auf dem Jahrmarkt der Welt verlor,
ist nun zu mir zurückgekommen.”
Dann bringt die Meisterkraft das Kind voller Freude an den Ort, wo Seine Arbeit getan wird, damit es weitere Lektionen erhält. Das wird als Satsang bezeichnet. Durch Sein Wort und Seine Segnungen färbt Er die Seele in Seiner eigenen Farbe, damit sie sich nicht mehr entfernt, denn Meister möchte Sein Kind bei sich behalten. Dann weiß die Seele:
“Mein Vater ist der Höchste im ganzen Universum,
niemand ist vergleichbar mit Ihm.”
Wenn die Seele diese Segnungen erhält, betet der Schüler:
“Oh Meister, nimm Lust, Ärger, Gier, Verhaftetsein
und Ego von mir und gib mir wahres Leben.
Ich möchte immer zu Deinen Füßen leben.”
Im Inneren, wenn die Seele das Tor zu Seinem Thron erreicht, sieht sie, dass Meisters Wohnstatt der Schatz von Naam ist.
Wenn dann die Seele sieht wie Er diesen Schatz von Naam verteilt sagt sie:
“Meister verteilt freizügig den unvergleichlichen Schatz von Naam.
Ich brauche diesen Segen von Ihm, um das Meer des Lebens zu überqueren.”
Die Seele bittet weinend:
“Oh Meister, verlass mich nicht!
Wenn Du bei mir bist, sind alle Sorgen und Schwierigkeiten vorbei,
und alle Bindungen an die Welt werden gelöst.
Unter Deinem Schutz und Schirm kann ich leben,
sonst bin ich in der Hand der fünf Diebe.
Wenn Du bei mir bist, laufen die fünf Diebe davon.
Lass mein Gesicht immer Dir zugewandt sein.
Du hast mir immer wieder Deine Hilfe gewährt,
damit ich all diese Probleme überwinden kann.”
Und weiter schluchzt die Seele:
“Wie viele Lasten hast Du auf Deine Schultern genommen,
wieviel Kraft gibst Du uns, um die Barrieren zu überwinden!
Ohne Deine Hilfe könnten wir Dein Herz nur sehr schwer erreichen.
Gewähre mir die Gnade, unter dem Schatten jenes Baumes
(Deiner Gnade) zu sitzen oder pflanze diesen Baum vor meinem Haus.
Die Äste und Blätter dieses Baumes sollten die der Wahrheit sein,
damit ich mich an seinen Früchten erfreuen kann.
Ich weine um meiner selbst willen vor Dir. Ich flehe Dich an:
Sende mich nicht wieder in das Rad des Lebens.”
Nur derjenige kann Arzt genannt werden, der das Leiden des Patienten kennt. Nun sagt die Seele:
“Nimm Lust, Ärger, Gier, Verhaftetsein und Ego von mir
und gib mir das Wissen von Brahm
(das man ohne ein reines Leben nicht erlangen kann)
und Bhakti (Hingabe an den Meister).
Das alles liegt in Deiner Hand.”
Die Seele erkennt, dass, wenn man mit diesem Wissen ausgestattet ist und die Aufmerksamkeit des Meisters erhält, sich sogar die Götter und Göttinnen vor einem solchen Schüler verneigen. Die Seele sagt:
“Oh Gott, Deine Aufmerksamkeit reicht überall hin.
Millionen von Seelen wollen Deine Segnungen erhalten —
sie stehen vor Deiner Tür, um Dein Naam zu erlangen.
Aber Du gibst nur jenen Naam,
die Gott vom Innersten ihres Herzen lieben.”

